Wo bekommt mein Arbeitgeber Informationen?

Informationen für Arbeitgebende

Die meisten Befragten unserer Online-Befragung wünschten sich, dass ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mehr über ihre Erkrankung und die damit verbundenen Auswirkungen am Arbeitsplatz wissen. Aber auch die Rechte und Pflichten der Arbeitgebenden bei der Beschäftigung von chronisch erkrankten Mitarbeitenden standen hoch im Kurs. Dies zeigt, dass generell mehr Aufklärung darüber gewünscht wird, was es bedeutet, mit einer chronischen Erkrankung zu arbeiten. Mehr Informationen darüber könnten aus Sicht der Arbeitnehmenden dazu führen, dass das Miteinander im Arbeitsalltag erleichtert wird.

Über die Erkrankung, Symptome der Erkrankung und mögliche Auswirkungen auf die Arbeit halten viele Selbsthilfe- und Patientenverbände Informationen bereit, entweder in Form von Broschüren oder auf den jeweiligen Internetseiten. Der DMSG-Landesverband NRW, die Deutsche Rheuma-Liga NRW und die Aidshilfe NRW verfügen ebenfalls über arbeitsbezogene Broschüren, die sich auch an Arbeitgebende oder Kolleginnen und Kollegen richten. Auch Betriebsärzte können über Ihre Erkrankung Bescheid wissen und – mit Ihrer Zustimmung natürlich – bei Gesprächen mit Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen dabei sein.

Zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung informieren die Integrations- oder Inklusionsämter, Integrationsfachdienste, die Agentur für Arbeit, die Rentenversicherung oder die Kammern, z. B. die IHK. Arbeitgebende können sich auch im Internet informieren, beispielsweise auf www.rehadat.de. Hier gibt es auch Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für Arbeitgebende von Menschen mit einer chronischen Erkrankung.

 

Quelle: Lobert, H. & Schipper, S. (2018). Arbeiten mit einer chronischen Erkrankung – Was muss sich tun? Online-Befragung Teil 3. Einhefter des MS-Magazins 04/2018 des DMSG-Landesverbandes NRW e.V.