Was ist Rheuma?

Was ist Rheuma?

Rheuma umfasst 100 verschiedene Erkrankungen

Rheuma ist ein Sammelbegriff für entzündliche und degenerative Krankheiten mit unterschiedlichen Symptomen und Verläufen. In Fachkreisen spricht man von etwa 100 unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen, die

  • den Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Bänder, Muskelhüllen …) angreifen
  • Schmerzen hervorrufen
  • Bewegungseinschränkungen verursachen
  • auch innere Organe, wie Herz, Lunge, Leber, bis hin zu Blutgefäßen mit erkranken lassen können.

Häufige und seltene rheumatische Erkrankungen

Neben bekannten Rheumaformen, wie Arthrose und rheumatoider Arthritis, gibt es noch weitere andere Rheuma-Varianten, von denen die meisten sehr selten auftreten. Als selten gilt eine Erkrankung, wenn sie bei weniger als 0,05 % der Bevölkerung vorkommt, also wenn höchstens 5 von 10.000 Menschen daran erkranken.
Menschen mit seltenen rheumatischen Erkrankungen haben oft einen langen Weg hinter sich, bis sie schließlich eine klare Diagnose erhalten.

Bei der Spondylitis ankylosans, dem Systemischen Lupus erythematodes und der Sklerodermie geben Ihnen auch die Schwesterorganisationen der Deutschen Rheuma-Liga, die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew, die Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft und die Sklerodermie Selbsthilfe, gern Auskunft.

Die nachfolgenden Merkblätter der Deutschen Rheuma-Liga dienen zur Erstinformation und sollen ein Beratungsgespräch ergänzen:

Weiterhin gibt es viele seltene rheumatische Erkrankungen, über die Sie ebenfalls Merkblätter informieren: https://www.rheuma-liga.de/merkblaetter/

Wie äußern sich einzelne rheumatische Erkrankungen?

Es gibt eine Vielzahl rheumatischer Erkrankungen:

  • sie äußern sich durch Entzündungen in Muskeln, Gelenke oder der Wirbelsäule, wie z.B. bei der Rheumatoiden Arthritis, der Schuppenflechten-Arthritis und dem Morbus Bechterew
  • sie können auch Organe angreifen, wie z.B. bei den Kollagenosen und den Vaskulitiden
  • sie können als Mischformen auftreten, wie z.B. beim Sharp-Syndrom oder dem Sjögren-Syndrom
  • sie schwächen den Körper insgesamt, wie z.B. beim Weichteilrheumatismus (u.a. der Fibromyalgie)
  • oder sie entstehen durch Abnutzung der Gelenkknorpel, wie z.B. bei den Arthrosen.

Rheuma kann jeden treffen

Rheuma kann jeden treffen: Männer und Frauen, junge und alte Menschen ebenso wie Kinder und Jugendliche. Rheumatische Erkrankungen gab es schon immer und in allen Kulturen.

Die Angebote und Hilfen der Deutschen Rheuma-Liga NRW richten sich daher an alle Diagnose- und Altersgruppen. Ein besonderes Augenmerk gilt auch rheumakranken Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Mehr Informationen hierzu finden Sie in der Rubrik Jung sein mit Rheuma auf der Webseite der Deutschen Rheuma-Liga NRW.

In der Rubrik Informationsmaterial auf der Webseite der Deutschen Rheuma-Liga NRW finden Sie auch Publikationen zu Rheuma im Kindesalter und die wichtigsten Merkblätter auch in englischer, türkischer oder russischer Sprache.

Früher ist besser

Rheuma hat viele Gesichter und ist oft schwer zu erkennen. So können starke Schmerzen beim Gehen, Sitzen oder Liegen bereits auf eine rheumatische Erkrankung hindeuten.
Die schnelle und eindeutige Diagnose ist daher Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie! Rheumatologen können heute zwar Symptome der Krankheit behandeln, doch die Ursachen sind noch immer nicht vollständig erforscht. Die Mehrzahl der rheumatischen Erkrankungen ist noch immer nicht heilbar. Mit einer rechtzeitig einsetzenden Therapie können jedoch schlimme Entwicklungen gebremst werden. Wer früh genug die Anzeichen einer Rheuma-Erkrankung bemerkt und rechtzeitig gezielte Hilfe erhält, hat gute Aussichten, sein Leben trotz Rheuma gut zu bewältigen.

Doch wie kann man erkennen, ob es sich um Rheuma handelt oder nur um eine steife Schulter? Welche Anzeichen gibt es? Welche Signale weisen auf die Krankheit hin?
Eine erste Übersicht geben Ihnen unter der Rubrik Informationsmaterial auf der Webseite der Deutschen Rheuma-Liga NRW das Merkblatt und die Broschüre „Rheuma: Rechtzeitig reagieren.“.
„Bin ich rheumagefährdet?“ eine erste Antwort gibt der RheumaCheck der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Therapie – Wann? Wo? Was?

Die Therapie richtet sich ganz nach Art und Schwere der rheumatischen Erkrankung. Eine schnelle und eindeutige Diagnose ist unbedingte Vorraussetzung.

Die Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga NRW finden im Bereich Service-Mitglieder auf der Webseite der Deutschen Rheuma-Liga NRW unter der Rubrik Rheuma-Lotse einen Medikamentenführer zu unterschiedlichen Medikamentengruppen.

Was man alles selbst tun kann und welche Angebote es in der Deutschen Rheuma-Liga NRW gibt, erfahren Sie auf dieser Seite, in den Publikationen zu einzelnen Krankheitsbilder, über Ihre örtliche Arbeitsgemeinschaft oder die Geschäftsstelle.

Rheuma hat soziale Folgen

Viele rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch. Für die betroffenen Menschen bedeutet das, auf Dauer mit ihren rheumatischen Beschwerden und den daraus resultierenden Behinderungen leben zu müssen. Rheuma verändert das Leben der Betroffenen ebenso wie das ihres sozialen Umfeldes, z.B. in Beruf, Familie, Partnerschaft und Freizeit.

Die Deutsche Rheuma-Liga NRW bietet Ihnen die Begegnung mit Menschen, die bereits Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung gemacht haben. Seminare, auch für Paare, informieren und unterstützen. Weitere Publikationen auf der Webseite der Deutschen Rheuma-Liga NRW geben Ihnen einen Überblick über soziale Fragen und Rechte.

Quelle: www.rheuma-liga-nrw.de (wo nicht anders angegeben)